"Ich darf sein, der ich bin -
und werden, der ich sein kann."

 

In unserer basalen Klasse werden 7 Kinder mit schweren Handikaps von 2 Sonderschullehrerinnen unterrichtet. Eine qualifizierte Helferin steht für pflegerische Aufgaben zur Verfügung.
Die Kinder werden entsprechend ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen gefördert, wobei sich diese Förderung hauptsächlich auf den basalen Bereich und auf lebenspraktische Aufgaben konzentriert. Das Erlernen der Kulturtechniken spielt auf Grund der Intensität der Behinderung nur in kleinen Teilbereichen eine Rolle.

Wir legen auch großen Wert darauf, soziale Beziehungen in unserer näheren Umgebung anzubahnen. Möglichkeiten dazu bieten sich beim Einkaufen in den Geschäften, am Spielplatz und bei Spaziergängen in der näheren Schulumgebung.

Der Tagesablauf in der basalen Klasse ist zeitlich klar strukturiert und rhythmisiert:

1.    S a m m e l p h a s e :
Da unsere Schüler/innen auch aus dem weiteren Umkreis mit Bussen zu uns kommen, treffen nicht alle gleichzeitig ein. Manche nehmen die Morgenaufsicht in Anspruch, andere kommen erst kurz vor 8 Uhr. Diese Zeit wird für das Schreiben von Informationen an die Eltern, Spiele mit den Kindern, Toilettengang, Wickeln usw. genützt.

2.   M o r g e n k r e i s :
Wenn alle Schüler in der Klasse eingetroffen sind, erleben sie im Morgenkreis den gemeinsamen Beginn des Schultages. Jedes einzelne Kind wird begrüßt und Lieder werden gesungen. Es wird eine Stimmung geschaffen, in der sich die Schüler wohl fühlen können. Die Gestaltung unseres Morgenkreises hängt eng mit den Jahreszeiten zusammen.

3.   T a g e s s c h w e r p u n k t :
Kochen, Massage, Schwimmen oder Turnen, Werken, Anregungen im rhythmisch-musikalischen, vestibulären, visuellen und auditiven Lernbereich bilden unsere Tagesschwerpunkte.

4.   J a u s e :
Wir gehen einmal in der Woche mit den Schülern einkaufen und bereiten täglich gemeinsam die Jause. Für unsere Kinder ist die Situation des Zubereitens der Jause bzw. des Erlebens der Mahlzeit eines der wichtigsten Lern- und Lebensfelder. Sie signalisieren uns hierbei öfters als sonst ihre Bedürfnisse und Wünsche. Je nach Entwicklungsstand essen die Kinder selbstständig, mit Unterstützung oder werden gefüttert.

5.   T o i l e t t e n g a n g   bzw.   W i c k e l z e i t :
Bei unseren Schülern achten wir darauf, dass  sich regelmäßige Zeiten für die hygienischen Erfordernisse einspielen. Diese Regelmäßigkeit erleichtert ihnen das Reinwerden.

6.   S c h l u s s l i e d:
Das Singen eines Schlussliedes stellt das gemeinsame Beenden des Schultages dar.

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